Der Eifer für den Herrn
Der Eifer für den Herrn (Alle Bibelverse und Namen wurden der deutschen Ausgabe der Bibel von Yehoshua Mashiah entnommen) „Da erinnerten sich seine Jünger daran, dass geschrieben steht: Der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt“ (Johannes/Yohanan 2,17) 1) Was ist Eifer? Im Wörterbuch wird Eifer definiert als ernsthaftes Bemühen, Verfolgen eines Ziels Begeisterung für eine Sache aufgeregte Eile [1] Das altgiechische Wort für „Eifer“ heißt zelos. Dieses Wort meint ursprünglich, dass man sich um eine Sache oder einen Menschen so leidenschaftlich sorgt, dass dadurch eine hitzige Erregung entsteht, sei es positiv als Eifer oder negativ als Eifersucht. Diese Hitze oder Glut im positiven Sinn ist die Begeisterung und Leidenschaft des Geistes, auch beim Verteidigen von etwas oder jemandem. Das kann man auch Enthusiasmus nennen. Im anderen Sinn kann zelos auch Eifersucht bedeuten, entweder von Menschen, aber auch Elohims (Gottes) Eifersucht. „14 Und er fand im Tempel Rinder-, Schaf-, Taubenverkäufer und Geldwechsler vor, die dort saßen. 15 Und er machte eine Peitsche aus kleinen Stricken und verjagte sie alle aus dem Tempel, samt den Schafen und Rindern. Er verstreute das Geld der Geldwechsler und stieß die Tische um. 16 Und er sprach zu den Taubenverkäufern: Nehmt diese Sachen von hier weg! Und macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle. 17 Da erinnerten sich seine Jünger daran, dass geschrieben steht: Der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt„ (Johannes/Yohanan 2,14-17) 2) Der verzehrende Eifer Die Menschen damals dachten sicher, dieser Mann, der die Händler aus dem Tempel peitschte, sei verrückt. Es war aber ein Eifer für den Herrn, ja auch ein Eifer des Herrn. Die Sorge darum, dass der Tempel verschmutzt sei, war zu groß! Wo ist aber dieser Eifer, für den Herr einzutreten, bei uns? Der Eifer muss wie ein Feuer sein, das nicht aufzuhalten ist. „26 Denn wenn wir absichtlich sündigen, nachdem wir die präzise und korrekte Kenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt kein Opfer für Sünden mehr übrig, 27sondern so ein furchterfülltes Erwarten des Gerichts und Glut eines Feuers, das im Begriff ist, die Gegner zu verzehren“ (Hebräer 10,26-27) 3) Gericht Das oben erwähnte Wort zelos wird in dieser Bibelstelle mit „Glut“ übersetzt. Der Eifer des Herrn wird somit mit einer Feuersglut verglichen, die alles verzehrt, was entgegensteht. Dies war derselbe Eifer, der Yehoshua bei der Säuberung des Tempels antrieb. Dieser Eifer richtet die Werke der Finsternis. Er muss aber klar vom falschen Eifer abgegrenzt werden, von dem wir in den folgenden Versen lesen. „13 Wer ist weise und intelligent unter euch? Er zeige aus einem guten Verhalten seine Werke in Sanftheit der Weisheit. 14 Aber wenn ihr bitteren Eifer und einen parteiischen Geist in euren Herzen habt, brüstet euch nicht und lügt nicht gegen die Wahrheit. 15 Denn diese ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern sie ist irdisch, sinnlich und teuflisch. 16 Denn da, wo Eifersucht und ein parteiischer Geist ist, herrschen Unordnung und alle Arten von bösen Taten“ (Jakobus/Yaakov 3,13-16) 4) Der bittere Eifer Es gibt einen falschen, bösartigen Eifer. Dieser beginnt im Herzen, weil in Markos 7 geschrieben steht, dass alle Dinge aus dem Herzen kommen. Die Person mit bitterem Eifer hat ein Problem im Herzen, sie ist gefangen und braucht Befreiung, weiß dies aber nicht. Paulos hatte beispielsweise auch den Eifer für die Torah, das jüdische Gesetz, noch bevor er sich zu Yehoshua bekehrte. Er war 100% Eiferer und hatte riesige Leidenschaft für seine Sache, aber in eine falsche Richtung. Dort fand man keine Weisheit, keine Liebe. „1 Brüder, das Wohlwollen meines Herzens und mein Flehen zu Gunsten Israels zu Elohim betrifft das Heil. 2 Denn ich gebe ihnen Zeugnis, dass sie Eifer für Elohim haben, aber nicht nach präziser und korrekter Erkenntnis. 3 Denn da sie Elohims Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten suchten, haben sie sich der Gerechtigkeit Elohims nicht untergeordnet“ (Römer 10,1-3) 5) Eigene Gerechtigkeit oder Elohims Gerechtigkeit? Wenn wir unser Herz genau erforschen, werden wir feststellen, ob wir unsere eigene Gerechtigkeit aufstellen wollen oder Elohims Gerechtigkeit. Wollen wir jemandem die Wahrheit sagen, stellen wir uns doch die Frage: Sprechen wir, um uns zu rechtfertigen oder uns zu zeigen oder sprechen wir, um die Sache des Herrn zu verteidigen? Hat man den bitteren Eifer, scheut man nicht davor zurück, anderen Menschen wehzutun, um seine eigene Sache, sein eigenes Ansehen, seine eigene Position zu verteidigen. (Ja, es stimmt, dass sich Menschen immer in ihren Gefühlen verletzt fühlen werden, sogar wenn jemand ihnen die Wahrheit sagt. Davon sprechen wir nicht.) Um jedoch wahren vom falschen Eifer zu unterscheiden, muss man untersuchen, ob es um die Sache des Herrn oder um das eigene Ego geht. So gibt es Leute, die haben Eifer dafür, den anderen bloßzustellen. Sie tun, was sie tun, nicht aus Liebe zum Herrn, sondern nur um zu zeigen, dass sie Recht haben und der andere im Unrecht ist. Genau das ist der „bittere Eifer“. Diese Art von Eifer bringt Spaltung, weil es ein parteiischer Geist ist. Der bittere Eifer ist beispielsweise auch rassistisch. Er stellt sich selbst als besser hin. Achten wir auf unsere Herzen! „15 Und wenn dein Bruder gegen dich gesündigt hat, dann geh hin, tadle ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Wenn er aber nicht hört, dann nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen jede Sache bestätigt werde. 17 Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Versammlung. Wenn er aber auch auf die Versammlung nicht hören wird, so sei er für dich wie der Heide und der Zöllner“ (Matthäus/Mattithyah 18,15-17) 6) Seinen Bruder gewinnen In diesen Versen wird uns gezeigt, wie man den Bruder gewinnen kann, also (zurück) gewinnen für Yehoshua und nicht für einen anderen Zweck. Es ist darum so wichtig, dass unser Herz rein ist, auch wenn es unter Geschwistern etwas zu regeln gibt. Wenn demnach zwei Personen es nicht schaffen,
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